founder
Rufen Sie uns an:
(Mo–So: 9:00 – 22:00)
|
Slider Background Slider Background

Tantra und ihr schlechter Ruf

decor
01.08.2024
Tantra ist ein tiefer Weg zu sich selbst, wird jedoch oft von Mythen und Missverständnissen umgeben. Dieser Artikel führt Sie durch die Geschichte des Tantra, erklärt, warum es manchmal einen schlechten Ruf hat, und zeigt, wie man authentische tantrische Lehre erkennt – geprägt von Respekt, Freude und bewusster Berührung.

Wie nehmen wir Tantra wahr?

Vielleicht haben Sie bereits eigene Erfahrungen mit Tantra – vielleicht praktizieren Sie es oder gönnen sich tantrische Massagen. Und vielleicht sind auch Sie, wie ich, auf verschmitzte Blicke und Unverständnis gestoßen, als Sie begonnen haben, über Tantra zu sprechen.

Warum hat Tantra, und insbesondere die tantrische Massage, in den Augen mancher Menschen immer noch den Ruf von etwas „Verdächtigem“?
Werfen wir einen genaueren Blick darauf.

Woher stammen die Mythen über Tantra?

In Indien, der Wiege des Tantra, wird dieses Wort oft mit schwarzer Magie in Verbindung gebracht. Im Westen wurde Tantra dann zu Unrecht auf Sexualität oder sogar auf billige erotische Dienstleistungen mit dem Duft von Räucherstäbchen reduziert.

Weder schwarze Magie noch Orgien waren jemals der wahre Weg des Tantra. Diese Vorstellungen entstanden durch die Vermischung verschiedener Elemente und ein Missverständnis seines eigentlichen Wesens.

Ähnlich missverstanden werden auch die berühmten indischen Tempel voller Skulpturen liebender Paare.
Ihre tiefere Bedeutung – die Vereinigung von Körper und Geist – entgeht oft jenen, die nur oberflächlich hinschauen.

Im Tantra wird diese Vereinigung Maithuna genannt – ein Zustand, in dem Mann und Frau als zwei Teile eines Ganzen zusammenkommen.

Tantra als Weg des Mitgefühls

Tantra ist so alt wie die Menschheit selbst und hat eine lange Entwicklung durchlaufen.
So wie auch das Christentum dunkle Zeiten hatte, erlebte auch Tantra Phasen der Abkehr von seinen reinen Wurzeln.

Eine alte Legende erzählt, wie Tantra entstand:

Eines Tages bat die Göttin Parvati Shiva, auch gewöhnlichen Menschen, die nicht wie Mönche leben, einen Weg zur Erlösung zu zeigen.
Shiva erhörte ihre Bitte und schuf die 64 Tantra-Shastras – Lehren, die zeigen, wie man auch durch das alltägliche Leben wachsen und spirituell reifen kann.

Tantra war daher nie nur für Asketen bestimmt, sondern auch für sogenannte „Haushälter“ – Menschen, die in Partnerschaft leben, arbeiten, lieben und sich selbst näherkommen möchten.

Moderne Tantra und ihre Ausprägungen

Heute gibt es viele unterschiedliche Richtungen des Tantra.
Ursprüngliche Traditionen vermischen sich mit Elementen der Psychotherapie, Bioenergetik oder des Schamanismus – je nach Ausrichtung der jeweiligen Schulen und Lehrer.

Zu den bedeutenden Persönlichkeiten des Tantra zählen unter anderem:

John Hawken, Schüler von Margo Anand (Skydancing Tantra),
Alan Lowen (Art of Being),
Bc. Michaela L. Torstenová, Gründerin von Tantra masáže Praha,
Mgr. Katka Kramolišová, spezialisiert auf weibliches Tantra,
Ing. Petr Šindelář alias Manguri,
Mgr. Denisa Palečková und Richard Vojík sowie weitere.

Jeder von ihnen bringt seine eigene, einzigartige Erfahrung und Perspektive ein.
Alle tragen dazu bei, dass Tantra heute eher als Weg zu einem tieferen Leben wahrgenommen wird und nicht als missverstandenes Tabu.

Für wen ist Tantra geeignet?

Jeder kann Tantra zur persönlichen Entwicklung praktizieren.
Es ist ein Weg zu mehr innerer Freiheit, Freude und bewusstem Erleben.

Wenn Sie sich jedoch entscheiden, sich bei einer Massage, Therapie oder einem Seminar in die Hände eines anderen zu begeben, ist es wichtig, sorgfältig auszuwählen.

Wie erkennt man einen qualifizierten Tantra-Begleiter?

Ein guter tantrischer Therapeut oder Masseur:

– verfügt über eine Ausbildung in Körper- und psychischer Arbeit,
– kennt Anatomie und Techniken der bewussten Berührung,
– respektiert Ihre Grenzen und Bedürfnisse,
– kommuniziert offen und ohne Manipulation,
– arbeitet unter der Aufsicht erfahrener Fachleute,
– stärkt Ihre eigene Kraft und Freiheit, nicht Abhängigkeit.

Tantra ist kein Ort für Scharlatane oder für „erotische Masseurinnen“ ohne Fachwissen.
Ein wahrer Begleiter führt Sie mit Respekt, Fürsorge und tiefem Verständnis.

Tantra lohnt sich zu entdecken

Lassen Sie sich nicht von Mythen, Vorurteilen oder unglücklichen Erfahrungen abschrecken.
Tantra ist ein wunderschöner, tiefgehender Weg, der uns hilft, zu uns selbst, zu unserer Natürlichkeit und zur echten Lebensfreude zurückzufinden.

„Tantra verlangt nicht, dass Sie perfekt sind. Es genügt, bereit zu sein, Ihr Herz zu öffnen und sich auf den Weg zu begeben.“

Und dieser Weg ist es definitiv wert.

Bc. Michaela L. Torstenová
Geschrieben von Bc. Michaela Lynnette Torstenová, MBA

Gründerin von Tantra Massagen Prag s.r.o., Psychotherapeutin, Managerin, Dozentin für Tantra und Persönlichkeitsentwicklungsgruppen, Coach, Yogalehrerin und Lehrerin für ganzheitliche Körperarbeit, Massagetherapeutin (10 Jahre Praxis), Autorin der therapeutischen Tantra-Massagetechnik „Inner wave“, Massagelehrerin.

decor