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Qualitätsstandards der Tantramassage

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01.08.2024
Die Tantramassage hat in der Tschechischen Republik in den letzten Jahren einen großen Wandel durchlaufen. Aus einer unbekannten und etwas geheimnisvollen Methode ist eine gefragte Form der Fürsorge für Körper und Seele geworden. Mit dem wachsenden Interesse stellen sich jedoch auch Fragen – wie erkennt man eine qualitativ hochwertige Tantramassage und worauf sollte man achten? Genau aus diesem Grund wurden die Qualitätsstandards und der Ethikkodex des Zentrums Tantra masáže Praha geschaffen. Sie helfen Ihnen, sich im Angebot zu orientieren und einen Ort zu wählen, an dem Ihre Erfahrung nicht nur angenehm, sondern auch respektvoll und sicher ist.

Die Tantramassage hat seit ihrem ersten Auftreten in der Tschechischen Republik große Veränderungen erfahren. Aus einer geheimnisvollen Massage, die kaum jemand kannte, wurde in den letzten Jahren ein großer Trend. Dank medialer Aufklärung und positiver Erfahrungen von Klientinnen und Klienten gehört die Tantramassage heute zu den meistgesuchten Massageformen überhaupt. Diese Expansion östlicher Philosophie und heiliger Erotik bringt jedoch auch negative Erscheinungen mit sich. Dabei handelt es sich vor allem um Fälle, in denen Tantra einem unternehmerischen Zweck untergeordnet wird und sich auf Kosten der Spiritualität Menschen der Tantramassage widmen, die entweder gar keine Ausbildung oder lediglich einen Wochenendkurs in Tantramassage absolviert haben und keinerlei Erfahrung mit der zugrunde liegenden Philosophie besitzen.

In dem Bestreben, die tantrische Lehre vor Ausbeutung zu schützen und die spirituellen sowie therapeutischen Prinzipien dieser Massage zu bewahren, hat das Zentrum Tantra masáže Praha s.r.o. Qualitätsstandards und einen Ethikkodex erarbeitet. Diese sollen Ihnen helfen, sich bei der Auswahl eines geeigneten Massagezentrums und Ihres tantrischen Begleiters zu orientieren.

QUALITÄTSSTANDARDS DER TANTRAMASSAGE

1. Ziele und Grundsätze der angebotenen Tantramassagen

1. Definition des Begriffs Tantramassage

1.1. Die Tantramassage ist ein komplexes Ritual, das sowohl die seelische als auch die körperliche Seite des Klienten umfasst. Ihr tragendes Element ist die Atmosphäre, die an die alte tantrische Tradition anknüpft, in der tantrische Rituale direkt im Tempel der Liebesgöttin stattfanden und eine heilige Bedeutung hatten. Das Ritual bietet dem Klienten die Möglichkeit, aus den gewöhnlichen gesellschaftlichen Rollen auszutreten und sich mit dem wesentlichen männlichen oder weiblichen Prinzip zu identifizieren, wodurch der Mensch in seinem Ausdruck freier und authentischer wird. Die Massage entwickelt zudem die sinnliche Wahrnehmung des Empfangenden, insbesondere die haptische Sensitivität des gesamten Körpers, die Sensibilität für Klangharmonien sowie die Entfaltung olfaktorischer Erlebnisse. Zu diesem Zweck werden bei der Massage aromatherapeutische Essenzen, warme Tücher, Straußenfedern und bei einigen längeren Massagen auch Musikinstrumente verwendet. Während der gesamten Tantramassage wird die vitale Energie von Beginn an geweckt, aufrechterhalten und im ganzen Körper verteilt. Die Massage zielt grundsätzlich auf die Entwicklung von Sensibilität und Wahrnehmungsfähigkeit für den eigenen Körper und die eigenen Erlebnisse ab, was anschließend hilft, auch anderen Menschen – insbesondere dem Partner – gegenüber aufmerksamer zu sein.

1.2. Bei der Tantramassage ist die Rolle der Tantramasseurin oder des Tantramasseurs spezifisch. Sie werden zu einer Begleiterin oder einem Begleiter, der den Klienten in das Ritual einführt, ihn mit den Prinzipien der tantrischen Lehre und der Tantramassage vertraut macht, aber auch mit ihren Grenzen. Sie lehren ihn richtig zu atmen und begleiten ihn durch den Atem, wodurch sie ihm helfen, in Kontakt mit dem eigenen Körper und den eigenen Gefühlen zu treten und ein Gefühl tiefer Entspannung sowie einen meditativen Zustand des „Loslassens der Kontrolle“ während der Massage zu erleben.

1.3. Im Rahmen der tantrischen Lehre und des ganzheitlichen Ansatzes zum Menschen ist in die Tantramassage auch die Massage der intimen Körperbereiche des Empfangenden einbezogen. Beim Berühren dieser Bereiche geht es jedoch nicht um das Erreichen eines Orgasmus, sondern um das Erleben des tiefen Potenzials der sexuellen Lebensenergie. Der Empfangende lernt, bei dieser Massage tantrische Atemtechniken anzuwenden und mithilfe dieser die natürliche vitale Energie im gesamten Körper zu verteilen. Die Intimmassage richtet sich stets nach den Gefühlen und Grenzen des Klienten sowie nach dem Rahmen der Massage. Die Tantramassage wird daher nicht zum Zweck der Befriedigung des Sexualtriebes durchgeführt, sondern zur Kultivierung sexueller Energie. Der Empfangende tritt in das Ritual ein, nachdem er mit diesem Ansatz vertraut gemacht wurde.

1.4. Die Tantramassage hat eine im Voraus festgelegte Struktur, die so zusammengestellt wurde, dass sie ein sinnvolles Ganzes bildet. Der Massierte bestimmt den Ablauf der Tantramassage nicht, jedoch können auf seinen Wunsch hin bestimmte Elemente ausgelassen werden. Ziel der Tantramassage ist somit nicht die Erfüllung der Vorstellungen des Klienten, vielmehr wird er dazu angeleitet, sich von seinen Fantasien und Erwartungen zu lösen. Er lernt, das Erleben HIER UND JETZT wahrzunehmen.

1.5. Während der Tantramassage findet kein sexueller Verkehr zwischen dem Empfangenden und dem Gebenden statt. Der Empfangende berührt den Gebenden nicht und bleibt während der gesamten Massage in einer passiven, empfangenden Rolle. Der Massierende geht mit dem Empfangenden keinerlei Verhandlungen über einen möglichen sexuellen Kontakt ein.

1.6. Nacktheit wird im Tantra nicht im Kontext visueller Stimulation wahrgenommen, sondern drückt Verständnis für den eigenen Körper und Selbstannahme aus. Sie ist ein Zeichen von Offenheit und ermöglicht den freien Energiefluss im Körper, der eine der Säulen der tantrischen Lehre darstellt. Der Klient ist während der Massage nackt, der Massierende geht bewusst mit der Nacktheit um und berücksichtigt dabei die tantrische Erfahrung und Reife des Empfangenden. Den Klienten wird eine systematische Entwicklung unter der Anleitung einer tantrischen Begleiterin oder eines Begleiters ermöglicht, selbstverständlich ist aber auch eine einmalige Erfahrung möglich.

1.7. Die Tantramassage ist für Männer, Frauen und Paare aller Altersgruppen bestimmt, unabhängig von Alter, Hautfarbe oder sexueller Orientierung. Paare können sich im Rahmen der Tantramassage unter anderem auch mit Beziehungsthemen beschäftigen, wie zum Beispiel der Wiederentdeckung gegenseitiger Anziehung, intimer Kommunikation, Unterschieden zwischen weiblichen und männlichen sexuellen Bedürfnissen, gegenseitigem Verständnis und Toleranz.

1.8. Damit die Tantramassage in der gewünschten Qualität stattfinden kann, muss die Umgebung, in der sie durchgeführt wird, folgende Kriterien erfüllen: Der Klient muss sich sicher und geborgen fühlen, der Raum darf keine Reize enthalten, die ablenken, im Massageraum muss eine bequeme Sitzgelegenheit für das Eingangsgespräch und die abschließende Reflexion vorhanden sein sowie eine Dusche oder Badewanne zur körperlichen Reinigung. Die Massage selbst wird auf einem Futon durchgeführt, begleitet von Musik, und sollte nicht durch Geräusche von außen gestört werden. Geeignet sind zeitlich und thematisch abgestimmte Dekorationen und Einrichtungsgegenstände. Die Massage muss in einer für diese Zwecke genehmigten Einrichtung stattfinden, die alle hygienischen Anforderungen für die Erbringung von Massageleistungen erfüllt.

2. Ziele der Tantramassage

  • Ein ganzheitliches Gefühl tiefer und anhaltender Entspannung.
  • Das Spüren der eigenen sexuellen Kraft.
  • Erwerb praktischer Kenntnisse darüber, wie man mit sexueller Energie tantrisch arbeitet.
  • Erleben von Achtung und Respekt gegenüber sich selbst und dem Gebenden.
  • Aufbau einer positiven Beziehung zum eigenen Körper.
  • Erlernen offener Kommunikation über eigene Gefühle und Bedürfnisse.
  • Entwicklung von Achtung gegenüber Fragen der Intimität.
  • Abbau von Scham.
  • Eintauchen in das Erleben im Hier und Jetzt.
  • Herbeiführung eines meditativen Zustands des „Loslassens“ von Kontrolle und des freien Fließens.
  • Austritt aus gesellschaftlichen Rollen – Suche nach dem eigenen authentischen Selbst.
  • Wiederentdeckung des sexuellen Interesses am Partner.
  • Inspiration in der Partnerschaft, Verständnis der eigenen Bedürfnisse sowie der Bedürfnisse des Partners.

3. Heilende Wirkungen der Tantramassage

  • Löst tiefen Stress, hilft Ängste und Lebensfurcht abzubauen.
  • Löst Muskelverspannungen, unterstützt die richtige Funktion des Kreislauf- und Gefäßsystems, fördert die Regeneration.
  • Baut psychische Blockaden ab und hilft bei der Behandlung nicht physiologischer
  • Probleme mit der Empfängnis.
  • Wirkt positiv bei Erektionsstörungen.
  • Hilft bei vorzeitiger Ejakulation.
  • Wirkt unterstützend bei Prostatabeschwerden.
  • Hilft Frauen bei Orgasmusschwierigkeiten oder schmerzhaftem Geschlechtsverkehr infolge unzureichender Entspannung.

4. Grundsätze der Tantramassage

4.1. Die Tantramassage benötigt zur Erfüllung ihrer Ziele ausreichend Zeit. Das Minimum beträgt 90 Minuten für die Massage selbst und 30 Minuten für das Gespräch mit dem Klienten und die anschließende Entspannung. Die kürzeste vollständige Tantramassage umfasst somit 2 Stunden reiner Zeit direkter Arbeit mit dem Klienten. Eine solche Massage beinhaltet ein Einführungsritual, bei dem der Klient tantrische Atemtechniken erlernt, anschließend die sogenannte „Exit-Massage“ zur Lösung von Spannungen und Stress, danach das Abwaschen mit heißen Tüchern zur Erwärmung der Muskulatur. Dieses Abwaschen hat zugleich eine rituelle und feierliche Bedeutung. Der Hauptteil der Massage ist eine Ölmassage des gesamten Körpers, einschließlich Gesäß, Füßen, Kopf, Gesicht sowie der intimen Körperbereiche. Der Schwerpunkt liegt auf dem Erleben des Körpers als Ganzes, der körperlichen und seelischen Entspannung und der bewussten Arbeit mit sexueller Energie. Für eine tiefere und intensivere Arbeit eignen sich Massagen mit einer Dauer von 3 – 3,5 Stunden.

4.2. Jegliche Massagen, die kürzer als 2 Stunden Arbeit mit dem Klienten dauern und auch eine Intimmassage beinhalten, können nicht als Tantra bezeichnet werden, da es in einem derart kurzen Zeitrahmen nicht möglich ist, den festgelegten Inhalt der Tantramassage zu erfüllen – also die einzelnen aufeinander aufbauenden Schritte mit ihrem jeweiligen Sinn.

4.3. Eine Ausnahme bilden Kennenlern-Massagen, die nur 60 Minuten plus 30 Minuten Gespräch dauern können, also insgesamt 90 Minuten, bei denen jedoch keine Massage der intimen Körperbereiche stattfindet. Auch diese Massagen können als tantrisch bezeichnet werden. Ihrer Länge nach dienen sie vor allem dem Kennenlernen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Vermittlung von Atemtechniken, dem Aufbau von Vertrauen und der allgemeinen Entspannung des Klienten.

4.4. Zur Tantramassage gehören weder Kuscheln noch intime Berührungen des Empfangenden mit der Masseurin oder dem Masseur. Die Masseurin ist nicht Gegenstand der Tantramassage, und intime Berührungen mit ihr können weder gekauft noch in irgendeiner Weise erzwungen werden. Tantramassage bedeutet das Erleben der empfangenden Rolle, die Fokussierung ausschließlich auf das eigene Erleben und die Beobachtung des inneren Prozesses. Tantramassage ist kein erotischer Austausch mit einer anderen Person.

4.5. Tantramassage ist weder Streicheln noch intuitives Berühren ohne Kenntnisse der Anatomie, des Rahmens und konkreter Massagetechniken. Häufig kommt es dabei zur Lösung körperlicher und seelischer Blockaden, wofür fundierte Kenntnisse der Körperarbeit notwendig sind. Tantramassage ist jedoch ebenso wenig eine rein technisch korrekt ausgeführte Massage ohne Akzeptanz des spirituellen und rituellen Rahmens (Atmosphäre, Haltung, spirituelle Bedeutung). Sie darf daher nicht als Kombination einer klassischen Massage mit abschließender Intimmassage und Ejakulation verstanden werden.

4.6. Ziel der Tantramassage ist nicht der Orgasmus – er kann weder „bestellt“ noch versprochen werden. Es ist unerlässlich, das Prinzip völliger Zweckfreiheit und das Wahrnehmen der aktuellen Gefühle „hier und jetzt“, mit denen während der Massage gearbeitet wird, zu wahren.

4.7. Tantramassage ist unvereinbar mit Aufpreisen für sexuelle Dienstleistungen (Sex, Oralverkehr usw.).

4.8. Eine Tantramassage kann nicht ohne ein Eingangsgespräch durchgeführt werden, in dem der Klient über den Ablauf und die Intention der Tantramassage informiert wird und in dem auch ihre Grenzen festgelegt werden. Ebenso notwendig ist eine anschließende Reflexion der Gefühle und Erlebnisse des Klienten, sofern dieser dem nicht widerspricht.

4.9. Tantramassage wirkt therapeutisch und heilend bei einer Reihe psychischer und körperlicher Beschwerden, kann jedoch keine Psychotherapie ersetzen und darf nicht mit ihr verwechselt werden.

4.10. Tantramassage darf weder von Minderjährigen durchgeführt noch an Minderjährige angeboten werden.

4.11. Tantramassage darf nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder berauschenden Substanzen durchgeführt werden.

5. Ablauf der Tantramassage

5.1. Jede Tantramassage beginnt mit einem Gespräch, das ein unverzichtbarer Bestandteil des gesamten Treffens ist. Sein Zweck ist das gegenseitige Kennenlernen, das Schaffen eines Gefühls von Vertrauen und Sicherheit, die Arbeit mit dem Anliegen des Klienten sowie die Vermittlung der notwendigen Informationen, die den Rahmen der Tantramassage bilden. Im Gespräch informiert die Masseurin oder der Masseur über:

  • den Ursprung, die Ziele und die Geschichte des Tantra.
  • die Motive des Klienten – warum er gekommen ist und was er erleben möchte.
  • den Ablauf, die Ziele und Prinzipien der Massage.
  • den Rahmen der Tantramassage.
  • das Wahrnehmen der Gefühle und Erlebnisse des Klienten.
  • neue Impulse auf Grundlage der Einschätzung der Situation, der Bedürfnisse und der bisherigen Erfahrungen des Klienten.
  • die Anwendung tantrischer Techniken mit dem Ziel, dem Klienten eine neue – tantrische Erfahrung zu ermöglichen.
  • die Vermittlung tantrischer Atemtechniken und die Unterstützung durch den eigenen Atem, wodurch der Klient beginnt, seinen Körper intensiver zu spüren und aktuelle Emotionen zu erleben.
  • die begleitende verbale Führung während der Massage zur Unterstützung des Erlebens des Klienten.

5.2. Anschließend folgt das Eingangritual der Tantramassage, das im Stehen durchgeführt wird. Dieses Ritual dient dem Aufbau und der Festigung von Vertrauen zwischen Empfangendem und Gebendem auf nonverbaler Ebene und besitzt zugleich eine spirituelle und psychologische Bedeutung. Es vermittelt ein Gefühl von Würdigung und Respekt gegenüber dem Empfangenden und schafft die Atmosphäre einer Begegnung zweier Menschen, bei der einer den anderen sanft, aber sicher führt. Gleichzeitig erfolgt die erste Einführung in die Atemtechniken der tantrischen Energiearbeit.

5.3. Danach wird der Empfangende auf einem Futon gelagert. Die anschließende Tantramassage ist im eigentlichen Sinne eine Massage. Abhängig von der gewählten Dauer können in diesem Teil beispielsweise Arbeiten mit heißen Tüchern und Lavasteinen, Elemente der Bioenergetik sowie eine Ölmassage des gesamten Körpers enthalten sein, die Elemente aus der klassischen Massage, der Thai-Massage, der hawaiianischen Massage, der tantrisch-taoistischen Massage sowie der indischen Kopf- und Gesichtsmassage verbindet. Der gesamte Körper des Empfangenden wird einbezogen, einschließlich der intimen Körperbereiche. Der Schwerpunkt liegt auf dem Erleben des Körpers als Ganzes. Für die korrekte Durchführung der Massage ist ein tiefes Verständnis der Prinzipien des tantrischen Rituals sowie die Fähigkeit zu deren praktischer Anwendung erforderlich. Ebenso wichtig sind eigene Erfahrung und Verkörperung sowie die Fähigkeit, die Persönlichkeit des Klienten nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf psychischer und spiritueller Ebene als untrennbares Ganzes wahrzunehmen. Der Klient wird während der gesamten Massage im Atem und im Erleben unterstützt. Alle seine Gefühle werden angenommen und getragen. Dadurch erfährt der Klient das Gefühl, ganz er selbst sein zu dürfen. Scham und jede Zielorientierung treten in den Hintergrund. Der Klient gelangt in einen Zustand tiefer Entspannung.

5.4. Ein ebenso wichtiger Bestandteil ist die Entspannung und Reflexion der gemachten Erfahrung nach der Massage. Nach dem Bad wird der Klient bei einer Tasse Tee von der Masseurin nach seinen Erlebnissen gefragt. Die Masseurin unterstützt den Klienten dabei, die Erfahrung zu integrieren und ihre positiven Wirkungen in den Alltag zu übertragen. Auf den Klienten wird kein Druck ausgeübt – möchte er aus irgendeinem Grund nicht über seine Erlebnisse sprechen, wird er dazu nicht gezwungen. Der Grad der Offenheit ist vollständig freiwillig.

6. Häufigste Anliegen der Klienten eines tantrischen Zentrums

  • Ich möchte in die Erfahrung der Meditation eintauchen.
  • Ich möchte meinen eigenen Gefühlen und den Ausdrucksformen meines Körpers Raum geben.
  • Ich möchte die Dinge fließen lassen und mich um nichts bemühen.
  • Ich möchte begleitet werden – lernen, wie man atmet, sich öffnet und entspannt.
  • Ich möchte mit meinem Körper in Kontakt sein und meine sexuelle Kraft genießen.
  • Ich möchte meinem Partner ein besonderes Geschenk machen.
  • Ich möchte mit meinem Partner über intime Themen und gegenseitige Bedürfnisse sprechen.
  • Wir möchten tantrische Techniken erlernen und sie in unserer Beziehung anwenden.
  • Wir möchten unsere Beziehung beleben und von Routinen befreien.
  • Wir möchten unsere Sexualität bereichern und neue Inspiration finden.
  • Unsere Beziehung ist erschöpft – wir möchten unseren „roten Faden“ wiederfinden.
  • Zwischen mir und meinem Partner besteht eine Kluft – wir wissen nicht, wie wir sie überbrücken sollen.
  • Ich kann nicht über meine intimen Gefühle sprechen.
  • Mir fehlen Berührungen.
  • Ich arbeite zu viel und kann mich in letzter Zeit nicht entspannen.
  • Ich habe Angst vor Frauen.
  • Ich habe Probleme mit der Prostata.
  • Ich ejakuliere vorzeitig.
  • Ich habe Erektionsprobleme.
  • Ich muss mich entspannen.
  • Ich wurde misshandelt oder missbraucht und habe Angst vor Männern.
  • Ich mag meinen Körper nicht und glaube nicht, Lust erleben zu dürfen.
  • Ich leide unter Einsamkeit und Depressionen.
  • Ich habe Angst vor Intimität.
  • Ich schäme mich.
  • Ich weiß nicht, was Intimität ist.

2. Schutz der Rechte von Personen

1. Freiwilligkeit und Achtung der Rechte der Beteiligten

1.1. Tantramassage wird freiwillig angeboten und empfangen. Kein Beteiligter darf dazu gezwungen oder überredet werden.

1.2. Der Klient kann die Tantramassage jederzeit ohne Angabe von Gründen unterbrechen oder beenden. Er ist nicht verpflichtet, etwas zu erklären, wenn er dies nicht möchte.

1.3. Die Masseurin oder der Masseur kann die Massage unterbrechen oder beenden, wenn der Klient die zuvor festgelegten Grenzen der Tantramassage nicht respektiert – insbesondere die passive Rolle während der Massage – oder wiederholt versucht, sexuelle Dienstleistungen einzufordern.

2. Volljährigkeit

2.1. Tantramassage darf weder von Minderjährigen durchgeführt noch Minderjährigen angeboten werden.

3. Schutz personenbezogener Daten

3.1. Das tantrische Zentrum speichert keine personenbezogenen Daten der Klienten – insbesondere Namen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen – ohne deren schriftliche Zustimmung.

3.2. Daten, die das Zentrum für den Zweck der Terminvereinbarung erhält, werden nach Beendigung der Massage nicht weiter gespeichert.

3.3. Alle Mitarbeitenden des Zentrums unterliegen strenger Verschwiegenheit und geben weder die Identität der Klienten noch Informationen über sie an Dritte weiter.

3. Umgang mit Interessenten an einer Tantramassage

1. Information des Klienten

1.1. Interessenten an einer Tantramassage müssen im Voraus darüber informiert werden, was die Tantramassage beinhaltet, welches Ziel sie verfolgt, wie ihr Ablauf ist und welche Tradition dahintersteht.

1.2. Ebenso werden die Grenzen der Tantramassage vorab klar kommuniziert.

1.3. Bei unterschiedlichen Erwartungen wird dem Klienten erklärt, was das Zentrum beziehungsweise die Tantramassage anbieten kann und was nicht.

1.4. Der Klient hat das Recht, klärende Fragen zur Tantramassage zu stellen und mitzuteilen, was ihn zur Massage führt – sofern er dies möchte.

2. Entgegenkommender Umgang und Respekt

2.1. Mit Klienten ist stets respektvoll und entgegenkommend umzugehen – auch dann, wenn sie Fragen oder Wünsche äußern, die außerhalb der Grenzen der Tantramassage liegen. In diesem Fall wird dem Klienten vor allem der Unterschied zwischen Tantramassage und erotischen Dienstleistungen erklärt sowie das, was die Tantramassage ihm bieten kann. Besteht der Klient weiterhin auf Leistungen außerhalb dieses Rahmens, wird ihm mitgeteilt, dass solche Dienstleistungen nicht angeboten werden, und das Gespräch wird beendet.

2.2. Der Klient darf niemals für seine Fragen oder persönlichen Mitteilungen verurteilt werden. Aufgrund des intimen Charakters der Tantramassage wird allen Aussagen der Klienten sensibel, achtsam und ohne Bewertung begegnet.

4. Beschwerden über Qualität oder Durchführung der Tantramassage

1. Recht auf Beschwerde

1.1. Der Klient hat das Recht, sich bei Unzufriedenheit mit der Qualität oder Durchführung der Tantramassage zu beschweren. Die Stelle, an die Beschwerden oder Anmerkungen gerichtet werden können, muss auf der Website des Betreibers angegeben sein. Ebenso sollte dort vermerkt sein, wer für die Bearbeitung der Beschwerden zuständig ist.

1.2. Ist das Zentrum Mitglied eines Verbandes für Tantramassage, muss auch ein Ansprechpartner des Verbandes für Beschwerden genannt werden.

1.3. Der Klient erhält innerhalb von 30 Werktagen eine schriftliche Stellungnahme und Bearbeitung seiner Beschwerde per E-Mail oder an die angegebene Adresse.

1.4. Bei Unklarheiten kann der zuständige Mitarbeiter den Klienten um nähere Informationen zu seiner Beschwerde bitten.

5. Personelle und organisatorische Sicherstellung der Tantramassage

1. Räumliche Voraussetzungen und Bedingungen

1.1. Tantramassage gilt – wie jede andere Massage – als epidemiologisch relevante Tätigkeit und unterliegt dem Gesetz zum Schutz der öffentlichen Gesundheit (Gesetz Nr. 258/2000 Slg.). Ein Zentrum für Tantramassage muss von der zuständigen Hygienebehörde genehmigt sein und sich an die gültige Betriebsordnung halten. Die Räumlichkeiten müssen zudem ordnungsgemäß für die Zwecke der Gewerbebehörde zugelassen und gekennzeichnet sein.

1.2. Der Raum, in dem die Tantramassage durchgeführt wird, sollte unter Berücksichtigung der kulturellen Tradition und der Arbeit mit intimen Ebenen des Klienten vor allem ein Gefühl von Privatsphäre bieten. Geräusche aus anderen Massageräumen dürfen nicht hörbar sein. Der Raum sollte über eine Dusche oder Badewanne zur Reinigung vor und nach der Massage verfügen.

2. Ausbildung und Qualifikation

2.1. Eine Tantramasseurin muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Abgeschlossene Schulbildung auf Sekundarstufe.
  • Absolvierter, vom MŠMT akkreditierter Kurs in klassischer Massage.
  • Absolvierter Kurs in Tantramassage unter Leitung eines qualifizierten Dozenten.
  • Regelmäßige fachliche Konsultationen – mindestens einmal alle zwei Monate – sowie Teilnahme an Gruppen- oder Einzelsupervisionen unter Leitung eines Supervisors.
  • Kenntnisse und eigene Erfahrung im Bereich der tantrischen Lehre, insbesondere ihrer Prinzipien, Bedeutungen und ihres Nutzens für den Klienten.
  • Fähigkeit, Gespräche zu führen, mit dem Anliegen des Klienten zu arbeiten, Fragen zu stellen, konstruktiv zu denken, authentisch und spontan zu reagieren, tantrische Prinzipien und Techniken verständlich zu erklären, einzelne Phasen der Massage zu reflektieren und dem Klienten einfühlsames Feedback zu geben sowie Grenzen und Zeitrahmen einzuhalten.
  • Angemessene Reaktion auf den aktuellen psychischen Zustand des Klienten.
  • Handwerkliche Geschicklichkeit in der Massage, Kenntnisse der Anatomie und Körperstruktur.
  • Anwendung eines therapeutischen Ansatzes in der Arbeit mit Klienten.
  • Einhaltung des Ethikkodex der Tantramassage.
  • Kein Angebot sexueller Dienstleistungen.
  • Fortlaufende Weiterbildung.
  • Keine Tätigkeit in der Pornoindustrie, keine erotischen Massagen, keine Arbeit als Prostituierte.
  • Persönliche Reife, psychische Stabilität, Empathiefähigkeit und klare Ausdrucksweise.
  • Bei Arbeit mit ausländischer Klientel sind fließende Sprachkenntnisse erforderlich.

2.2. Ein qualifizierter Dozent für Tantramassage muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

Abgeschlossene Schulbildung auf Sekundarstufe.
Absolvierter, vom MŠMT akkreditierter Kurs in klassischer Massage.
Mindestens 600 Stunden fachliche Ausbildung im Bereich Massage.
Mindestens einjähriger systematischer tantrischer Ausbildungsgang in einer geschlossenen Gruppe.
Absolvierter Selbsterfahrungs- oder Ausbildungskurs im Bereich sozialer Kompetenzen und Beziehungen (z. B. psychotherapeutische Ausbildung).
Mindestens zwei Jahre Erfahrung in der Lehrtätigkeit.
Mindestens drei Jahre eigene praktische Erfahrung in der Tantramassage.

2.3. Ein Supervisor muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

Abgeschlossenes Hochschulstudium im humanwissenschaftlichen Bereich.
Abgeschlossene, akkreditierte fünfjährige körperorientierte psychotherapeutische Ausbildung (Bodytherapie).
Abgeschlossene Supervisorenausbildung.
Mindestens drei Jahre eigene therapeutische Praxis.

6. Berufliche Weiterentwicklung

1. Kontinuierliche Qualifikationserweiterung

1.1. Masseure und Masseurinnen erweitern kontinuierlich ihre Ausbildung im Bereich Massage und Körperarbeit, tantrische Lehre sowie psychosoziale Kompetenzen. Kopien der Zertifikate werden dem Betreiber des Zentrums vorgelegt.

1.2. Informationen über besuchte Seminare, Fortbildungen oder Ausbildungsprogramme sollten auf der Website des Zentrums verfügbar sein und auf Anfrage durch entsprechende Zertifikate belegt werden können.

7. Notfall- und Krisensituationen

1. Brandschutzmaßnahmen

1.1. Das tantrische Zentrum muss über ein Brandschutzkonzept verfügen, das von der zuständigen Feuerwehr genehmigt ist.

1.2. Dieses Konzept ist einzuhalten, einschließlich der regelmäßigen Kontrolle der Haltbarkeit von Feuerlöschern.

8. Steigerung der Qualität der Dienstleistungen des tantrischen Zentrums

1. Qualitätskontrolle der angebotenen Massagen

1.1. Der Betreiber des Zentrums trägt die Verantwortung für die Qualität der angebotenen Tantramassagen. Er überprüft kontinuierlich die Qualität der Dienstleistungen oder beauftragt hierfür einen qualifizierten Dozenten. Bei festgestellten Mängeln sind unverzüglich Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

1.2. Im Falle einer Beschwerde ist der Betreiber verpflichtet, den Sachverhalt zu prüfen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

2. Weiterentwicklung des Zentrums

2.1. Das tantrische Zentrum organisiert für seine Masseurinnen und Masseure regelmäßige Fortbildungsseminare in den Bereichen Therapie, Körperarbeit, Sexualität, Partnerschaft und Psychohygiene, stellt Supervisionen für das Massageteam bereit und unterstützt die Planung individueller Weiterbildungspläne.

2.2. Das Zentrum entwickelt neue Angebote und reagiert auf Rückmeldungen und Bedürfnisse der Klienten.

ETHIKKODEX DER TANTRAMASSAGE

1. Information des Klienten

  • Die Masseurin oder der Masseur erklärt dem Klienten, was ihn im Ritual der Tantramassage erwartet, welche Prinzipien, welchen Ursprung und welche Tradition diese Massage hat und was er von ihr erwarten kann und was nicht.
  • Die Masseurin oder der Masseur definiert klar die Grenzen und den Ablauf des gesamten Rituals. Der Klient weiß, dass er jederzeit mitteilen kann, wenn ihm etwas während der Massage unangenehm ist, und dass dies vollständig respektiert wird.

2. Arbeit mit dem Anliegen des Klienten

  • Die Masseurin oder der Masseur fragt, was den Klienten zu uns führt, wobei ihm die Tantramassage helfen soll und was er erleben möchte.
  • Sie arbeiten empathisch mit dem vom Klienten eingebrachten Thema und teilen mit, ob und wie sie dabei helfen können.
  • Nicht akzeptable Anliegen werden abgelehnt und die Grenzen der Tantramassage erneut klar benannt. Der Fokus liegt auf dem Verständnis ihrer Prinzipien und ihres Nutzens.

3. Vertraulichkeit

  • Während des Rituals der Tantramassage wird die Privatsphäre der Klienten in Bezug auf ihre Identität und die eingebrachten intimen Themen stets gewahrt.
  • Diese Informationen dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.

4. Einhaltung der Grenzen und des Rahmens der Tantramassage

  • Alle Angebote und Varianten der Tantramassage sind auf der Website oder in gedruckten Materialien des Zentrums klar definiert. Es werden keine weiteren Dienstleistungen angeboten.
  • Sexuelle Dienstleistungen wie Geschlechtsverkehr, Oral- oder Analverkehr, Berührungen der Masseurin oder jede andere Form erotischen Austauschs sind weder kostenlos noch gegen Bezahlung erlaubt.

5. Einhaltung hygienischer Standards der Tantramassage

  • Die Masseurin oder der Masseur achten sorgfältig auf persönliche Hygiene. Vor jeder Massage wird geduscht, die Hände werden mit Seife gewaschen und mit antibakteriellem Gel und Creme behandelt.
  • Bei Verletzungen an den Händen werden während der Massage Latexhandschuhe verwendet.
  • Das Zentrum hält alle vorgeschriebenen hygienischen Standards und die gültige, von der Hygienebehörde genehmigte Betriebsordnung strikt ein. Dazu gehören insbesondere die gründliche Desinfektion aller Flächen im Massageraum einschließlich Dusche oder Badewanne, die Verwendung sauberer, gebügelter Wäsche für jeden einzelnen Klienten sowie hochwertiger und zugelassener Massageöle.
Bc. Michaela L. Torstenová
Geschrieben von Bc. Michaela Lynnette Torstenová, MBA

Gründerin von Tantra Massagen Prag s.r.o., Psychotherapeutin, Managerin, Dozentin für Tantra und Persönlichkeitsentwicklungsgruppen, Coach, Yogalehrerin und Lehrerin für ganzheitliche Körperarbeit, Massagetherapeutin (10 Jahre Praxis), Autorin der therapeutischen Tantra-Massagetechnik „Inner wave“, Massagelehrerin.

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