Tantra Massagen Prag – Artikel


Besitzerin von Tantra-Massagen Prag GmbH in einem Exklusiv-Interview

(Michaela Lynnette Torstenová antwortet)

Sie sind die Gründerin des renommierten Zentrums für tantrische Massagen. Wie sind Sie eigentlich zum Tantra gekommen und warum haben Sie sich entschieden, sich der Tantra-Massage zu widmen?

Meine Reise zum Tantra begann mit meinem 18. Lebensjahr, als ich im Gang einer Sprachschule den Flyer für einen Kurs entdeckte, der genau an jenem Tag beginnen sollte. Aus Neugier rief ich dort an und noch am selben Tag besuchte ich diesen Kurs. Ich war begeistert. Ich lernte offene, gebildete Leute, die sich nicht mit Konventionen einschränken lassen wollten. Sie wollten singen, tanzen und die Freiheit erleben - und sich selbst in ihr. Es weckte in mir den Wunsch, mehr zu erfahren. Es war etwas, das Sinn machte.
Ich lernte dort meinen damaligen Partner kennen und wir haben uns gemeinsam zu einer zweijährigen tantrischen Ausbildung angemeldet, wo wir uns sehr nahe gekommen sind. Nach dem Ende dieser Ausbildung wurde ich zu einem Tantra Wochenend-Seminar als Assistentin eingeladen. Am Freitag bei der Vorstellungsrunde stellten sich unter anderen auch zwei Männer aus Deutschland vor, die gerade einen Kurs der tantrischen Massage abgeschlossen hatten und in Deutschland ihren eigenen Tantra Salon eröffnen wollten. Sie hatten deshalb vor, ihre Fähigkeiten in der Praxis zu testen und baten zwei freiwilligen Frauen die Möglichkeit an, eine Tantra-Massage gratis auszuprobieren. Ich war schon immer neugierig und deswegen war ich die Erste, die sich meldete. Es waren 2,5 unglaubliche Stunden voller konzentrierter Pflege, Zärtlichkeit und Lust, nur mir gewidmet. Ich hatte das Gefühl, dass der Masseur jeden meiner Atemzüge spürte und auf der Suche nach dem war, was mir Freude bereiten würde. Ich fühlte mich wie eine Königin. Es war herrlich. Diese wunderbare Erfahrung spürte ich immer noch in mir, als mich nach weniger als einer Woche die Lehrerin dieses Kurses anrief und fragte, ob ich mit ihr eine vierhändige Tantra-Massage ausprobieren wolle. Ich hatte damals nur eine klassische Massageausbildung, die Seminarerfahrung und meine Erlebnisse, aber Denisa – die Lehrerin - meinte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, dass sie mich führen wird. Ich willigte ein und erlebte wieder etwas sehr Schönes. Ich war schon seit meiner Jugend sehr kreativ, deswegen benutzte ich meinen Freund als Versuchskaninchen und begann, an meiner Technik und Auffassungsgabe zu arbeiten. Etwa nach einem Monat voller Experimentieren und Nachdenken war meine Technik ausgefeilt und ich fing an, die Auswirkungen meiner tantrischen Massage in der Praxis zu erproben. Das Gebiet war ziemlich unerforscht. Die tantrischen Massagen haben in der Tschechischen Republik gerade erst begonnen. Ich feierte Erfolge und die meisten Kunden kamen zurück. Nach zwei Jahren eröffnete ich mein eigenes tantrisches Zentrum, ich habe meine Techniken erweitert und gefestigt und begann sogar die Tantra Massagen zu unterrichten. Heutzutage erlernen bei mir die Menschen aus der Tschechischen Republik, der Slowakei und ab und zu auch aus dem anderen Ausland die Technik "Inner Wave". Ich habe sogar einen Inder unterrichtet :)

Die meisten Kunden fragen sich sicherlich, welche Gefühle die Masseurin selbst während einer tantrischen Massage erlebt. Können Sie das schildern?

Die Rolle einer Tantra Masseurin ist sehr spezifisch. Eine Tantra Masseurin muss sich jede Menge Wissen über den menschlichen Körper, die menschliche Psyche, Verspannung und Entspannung aneignen - und nicht zu vergessen, muss sie auf eigene Haut erfahren haben, wie das Tantra mit der sexuellen Energie arbeitet und wie sie diese Erfahrungen an den Klienten übermitteln sollte. Die Masseurin ist bei diesem Ritual die Begleiterin und führt den Kunden während der Massage. Deswegen ist wichtig, dass sie mit dem Klienten vereint ist und die Massage miterlebt. Sie fühlt daher meistens Erregung und Zärtlichkeit. Manchmal ist es aber auch das Gefühl des Umsorgens. Nach der Massage kommen die Freude und das Gefühl der Erfüllung, wenn sie einen strahlenden und entspannten Klienten sieht. Das Gefühl einer sinnvollen Arbeit dürfen wir auch nicht vergessen. Manchmal kommt es aber auch zu unangenehmen Gefühlen. Beispielsweise bei Kunden, welche die Grenzen der tantrischen Massage nicht respektieren und Sex verlangen. Die Masseurin kann sich dann nicht mehr auf die eigentliche Massage konzentrieren, sondern auf das Aufrechterhalten des Massagerahmens und ihrer Grenzen. Solch eine Tantra-Massage genießt weder der Klient, noch die Masseurin . Solche Kunden gibt es zum Glück immer weniger.

Haben Sie eher männliche oder eher weibliche Kunden? Um welche Altersgruppe handelt es sich meistens? Wie alt war der jüngste/ die jüngste und der älteste Klient / die älteste Klientin?

Eine Tantra Massage ist immer noch bei Männern beliebter, die in dieser Hinsicht mehr Mut haben, etwas Unbekanntes zu versuchen. Frauen bekommen sie in der Regel als Geschenk von einem Partner oder einer Freundin. Es gibt auch diejenigen, die sich selbst nach einen Termin erkundigen. Mit dem wachsenden Bewusstsein über das Tantra und Erzählungen der Freundinnen, die bereits diese Massage ausprobiert haben, nimmt die Zahl der Frauen allmählich zu. Die jüngste Klientin war 20, der älteste Klient 78 Jahre alt.

Haben Sie schon einen Klienten erlebt, der die sexuelle Ebene betreten wollte und mehr als nur eine Tantra-Massage erforderte?

Ja. Kunden fragen manchmal, ob es möglich wäre, das Angebot zu erweitern, aber gerade für eine Tantra-Massage ist das Gefühl der Sicherheit und der Geborgenheit des Gebers und Empfängers essenziell und auch die Grenzen von jedem von ihnen dürfen nicht überschritten werden. Während der Tantra-Massage übernimmt der Empfänger die Rolle des Umsorgten - und es wäre nicht klug, eine aktive Rolle zu übernehmen. Die Masseurin muss es dem Klienten erklären können, um den Rahmen der Massage zu erhalten.

Darf die Kundin wählen, ob sie von einem Mann oder von einer Frau massiert wird? Was wird bevorzugt?

Ja, wählen dürfen auch Männer. Frauen neigen bei ihrem ersten Besuch dazu, eher eine Frau zu wählen. Sie erwarten, dass eine Frau ihre Körper besser versteht, sanfter ist, und dass sie sich vor ihr nicht schämen müssen. Erst bei dem zweiten oder dritten Besuch wählen sie einen Mann. Es gibt aber auch Frauen, die von Anfang an eine männlich-weibliche Polarität bevorzugen. Die meisten sind von der Sensibilität und Einfühlsamkeit der Männer überrascht. Die Tantra Masseure werden für unser Zentrum sehr sorgfältig ausgewählt, sie haben oft z.B. künstlerische Neigungen. Eine Alternative ist eine vierhändige Tantra-Massage, bei der die Klientinnen sowohl männliche als auch weibliche Massierenden erleben dürfen.

Wenn sich eine Klientin oder ein Klient für eine Tantra Massage entscheidet, soll er/sie sich auf irgendeine Weise vorbereiten? Wie ist der reguläre Ablauf?

Für die eigentliche Massage erhalten Kunden alles direkt in unserem Zentrum. Die Vorbereitung besteht vielmehr aus der Schaffung von genügend Zeit vor und nach der Massage, damit nichts von Stress und Verspannung beeinflusst wird - man sollte nicht gleich im Anschluss zu einer wichtigen Verabredung oder in die Arbeit eilen. Vor der Massage ist es nicht ratsam, eine große Mahlzeit zu sich zu nehmen, damit sich der Körper nicht auf die Verdauung konzentrieren muss. Nach dem Ankommen in unserem Zentrum wird der Klient / die Klientin von einem Masseur oder einer Masseurin in den Massageraum geführt. Vor der eigentlichen Massage erfährt er/sie von der Masseurin oder dem Masseur, wie die von ihm/ihr gewählte tantrische Massage verlaufen wird und bekommt die Möglichkeit, mit uns die Erwartungen, Wünsche oder Bedenken zu besprechen. Außer Informationen darf der Klient/ die Klientin Obst, Schokolade und Getränke verkosten. Nach der Dusche beginnt die ausgewählte Tantra-Massage und zwar mit einem Eröffnungsritual im Stehen, bei dem der Masseur /die Masseurin den Empfänger entspannen und einstimmen. Nach dem Ritual wird er / sie auf einen Futon gelegt. Der erste Teil der tantrischen Massage verläuft ohne Öl. Mit langen Zügen wird im Körper Verspannung und Stress abgebaut. Danach folgt eine Massage mit warmen Handtüchern, Lavendelöl, eine sensibilisierende Massage mit Pelzchen, leichten Federn und Seidentüchern und eine Ganzkörper-Massage mit warmem Mandelöl, deren Gipfel die intimen Massagen Lingam (männlich) oder Yoni (weiblich) und des Beckenbodens sind, die in der Regel mit einem Orgasmus abgeschlossen wird. Nach der Massage wird der oder die Empfänger / -in in ein Tuch gehüllt und wird umsorgt, inklusive der Möglichkeit zur Entspannung und Erfrischung. Falls es den Klienten lieb ist, besteht die Option eines abschließenden Gesprächs über die Erfahrung, oder eines einfachen Abschieds mit dem Masseur oder der Masseurin. Das Ritual dient der maximalen Zufriedenheit des männlichen / weiblichen Empfängers und alles geschieht im Einklang mit ihren Bedürfnissen.

Wie viel Interesse zeigen Paare an der Tantra-Massage für Paare? Hatte eine solche beispielsweise bereits einen eifersüchtigen Ausgang?

Eine Tantra-Massage für Paare wird von uns ungefähr bei 2-3 Paaren pro Woche durchgeführt. Diese Massage ist eine sehr spezifische Angelegenheit. Für manche Paare ist es wichtig, zusammen im selben Raum zu bleiben, für andere ist die Anwesenheit eines Partners störend und sie können nicht vollständig in ihre Erlebnisse eintauchen. Paare haben daher die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob sie zusammen in einem Raum sein möchten, oder ob jeder Partner eine Massage in seinem eigenen Massageraum erleben möchte. Frauen, die eifersüchtige Partner haben, wählen als Masseurin eine Frau, auf die der Partner meistens nicht eifersüchtig ist. Eifersucht haben wir nur einmal erlebt, und zwar in einer Situation, in der der männliche Partner die Massage sehr genossen hat und einen Orgasmus erreichte, was seine Partnerin verärgerte, weil sie sich auf eine Liebesnacht freute und von der Tantra-Massage nur eine schöne Einstimmung erwartet hat. Möglich ist alles, aber wichtig ist es, Ihre Wünsche uns und auch Ihrem Partner vorher mitzuteilen.

Sie bieten auch Kurse für tantrische Massagen an ... Nehmen die Kunden daran teil, weil sie sich beruflich mit Massagen zu tun haben, oder um ihr eigenes Partnerleben zu bereichern? Erhalten Sie Rückmeldungen?

Es steht 60 zu 40. Eine Mehrheit der Kunden lernt die Tantra-Massagen, um ihr eigenes Leben zu bereichern, ein weiterer Teil möchte die Tantra-Massage als Beruf ausüben, wobei es sich eher um Frauen handelt. Den geschicktesten bieten wir dann die Arbeit in unserem Zentrum an. Bei den Klienten wächst die Zahl der Männer, die Ihre Partnerin mit der Kunst der Tantra-Massage überraschen möchten, oder um die Frauen und ihre Bedürfnisse besser verstehen können.

Würden Sie sich selbst für eine Tantra Massage von einer Frau oder von einem Mann entscheiden?

Um ehrlich zu sein, es ist mir weniger wichtig, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, als vielmehr welche Persönlichkeit der gebende Masseur oder die Masseurin ausstrahlt. Der Geber muss in mir Sympathie und angenehme Gefühle wecken. Während der Massage bevorzuge ich eine sensible, ehrliche und offene Art, die nicht ergebnisorientiert ist. Jede Tantra-Massage ist eine Entdeckungsreise ins Ungewisse und es hängt vom Geber ab, wohin er den Empfänger begleitet, oder wohin er ihn hinführen wird. Ich mag Überraschungen. Damit ich entspannen kann, muss ich wissen, dass ich nur dorthin gelange, wohin mich mein Körper lässt und man erwartet keine Ergebnisse von mir. Dann erst wird eine tantrische Massage zum wirklichen Erlebnis - sowohl für mich als auch für meine Klienten.

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